Bloggen 96 #4

Aus aktuellem Anlass ein Live-Bericht von der Frankfurter Buchmesse – von  vor zwanzig Jahren.  Mit meinem Presseausweis bewaffnet, einer Vorstellung von Journalismus, die sich aus Essays von Joan Didion speiste, und meinem wr-Kollegen Folko im Schlepptau warf ich mich ins Getümmel. Es war meine erste Buchmesse, und schnell begriff ich, dass auf dieser Messe Bücher nur die Hintergrunddeko für Vertragsverhandlungen aller Art waren. Kein anderes Erlebnis im Literaturzirkus hat meine Selbstüberschätzung als Schriftsteller so schlagartig auf ein Normalmaß zurechtgestutzt.

Zum Glück sorgten aber die herzerfrischenden Jungs meines Freundes Axel (sh. Bloggen 96 #1) für den human touch, und natürlich frage ich mich zwanzig Jahre später, ob Axel immer noch das Papstposter besitzt. Aber lesen Sie selbst: Buchmesse 96, Augenpfeffer auf der Startseite der Kolumne, Kinderzimmerbesichtigung und ein längst vergessenes Sachbuch auf der Empfehlungsliste. Damals konnte ich mir auch noch nicht auf Youtube den türkischen Rockkklassiker anhören, den mein Freund Axel damals sang:

 

Die aparten Rosetten, die die Seiten zieren, stammen von einer Zahnpastapackung, die ich in einem Chinesenladen in San Francisco erwarb und dann im writers room einscannte.

Internet-Kolumne 4: „An der Front“ (Oktober 1996)

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